Gedankenaustausch zum Klimagipfel in Kopenhagen
Freitag 22. Januar 2010 19.00 Druckerei Gängeviertel
Der Kopenhagener Gipfel hat das angestrebte Klimaabkommen nicht produziert. Wie ist dieses Ergebnis politisch zu bewerten und können wir uns darüber freuen, dass zumindest die „falschen Lösungen“, die vorher von linker Seite kritisiert wurden, sich nicht weiter manifestieren können?
Und was war eigentlich mit den Protesten? Von einer einschüchternden Polizeitaktik haben alle gehört, aber viel zu wenig von den systemkritischen Inhalten, die die Proteste in die Öffentlichkeit tragen wollten. Auch stellt sich die Frage, ob es zu der erhofften Debatte und Vernetzung zwischen Aktivist_innen aus dem globalen Süden und Norden gekommen ist.
Wir wollen mit euch über emanzipative Inhalte und Perspektiven von Klimakämpfen und Klimagerechtigkeit diskutieren.
* 22.Januar 2010 – 19:00 Uhr
* Druckerei im Gängeviertel – Valentinskamp 32
Flyer zur Veranstaltung
Die Karawane Handel-Macht-Klima auf dem Weg nach Kopenhagen
* Veranstaltung mit internationalen Aktivist_innen aus sozialen Bewegungen *
19 Uhr * Gymnasium Allee * Max-Brauer-Allee 83-85
Zwei wichtige Gipfeltreffen finden Ende 2009 in Europa statt: die 7. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf und der UN-Klimagipfel in Kopenhagen. Dazwischen liegt eine Woche, in der 50 Aktivist_innen durch Europa reisen, durch die Schweiz, durch Deutschland, Frankreich und Dänemark.
Die „Handel Macht Klima Karawane“ will die Verbindung zwischen globalen Handel und den Klimaveränderungen sichtbar machen. Wie hängt Handel konkret mit Klimaveränderungen zusammen? Und welche Folgen haben die neoliberale Globalisierung und der Klimawandel auf das Leben der Menschen weltweit?
In der Veranstaltung diskutieren mehrere Karawaneteilnehmer_innen über den Begriff „Klimagerechtigkeit“ und dessen Relevanz für lokale und globale Kämpfe. Welche Erwartungen haben die Aktivist_innen an die Proteste in Kopenhagen? Wie könnte eine internationale Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen den Gruppen der Karawane und denen aus dem globalen Norden aussehen?
Hier kann der Flyer für die Aktivitäten der Karawane in Hamburg heruntergeladen werden:
Handel Macht Klima Karawane
Mobilisierungsveranstaltung – Diskussionsveranstaltung
Montag 30.11. 19.00 Uhr, Rote Flora
Vom 7. bis zum 19. Dezember findet in Kopenhagen der UN Klimagipfel über das Kyoto-Nachfolgeprotokoll statt. Die Mobilisierung nach Kopenhagen ist in die heiße Phase eingetreten. Trotz oder gerade darum wollen wir auf der Veranstaltung grundsätzlich hinterfragen ob und warum dies ein Thema für eine radikale Linke sein sollte.
Unabhängig von der Mobilisierung nach Kopenhagen wollen wir den herrschenden Klimadiskurs analysieren und diskutieren, wie darüber ein „grüner“ Umbau des Kapitalismus legitimiert werden soll. Aus einer antikapitalistischer Perspektive wollen wir den bisherigen Kyoto-Prozess beleuchten und insbesondere die sogenannten flexiblen Mechanismen wie Zertifikatshandel und CDM (Clean Develepmont Mechanism), sowie Ideen wie CCS (Carbon Capture and Storage) oder die Renaissance der Atomenergie im Namen des Klimaschutzes in Frage stellen.
Daran anschließend stellt sich die Frage wie mögliche Interventionsformen aussehen könnten. Dazu werden die mobilisierende Bündnisse und deren Aktionen in Kopenhagen vorgestellt. Dabei wird uns die Frage begleiten, wie Aktionen in Kopenhagen aussehen könnten, die nicht bloß unkritisch das Klima retten wollen, sondern unseren Widerspruch zum UN- Gipfel und unsere Ablehnung des herrschenden Systems deutlich machen.
Praktische Informationen zur Situation vor Ort, sollen helfen, sich möglichst leicht in Kopenhagen zurecht zu finden.
Die hegemoniale Klimadebatte und mögliche Positionierungen und Interventionen aus herrschaftskritischer Perspektive
Freitag – 25. September 2009 – 19:00 Uhr
Centro Sociale – Sternstrasse 2 – 20357 Hamburg
Im Winter findet in Kopenhagen der UN Klimagipfel über das Kyoto-Nachfolgeprotokoll statt. Bevor die Mobilisierung nach Kopenhagen in die heiße Phase eintritt, wollen wir grundsätzlich hinterfragen ob und warum dies ein Thema für eine (radikale) Linke sein könnte.
Unabhängig von der Mobilisierung nach Kopenhagen wollen wir die Formierung des hegemonialen Klimadiskurs thematisieren und seine Legitimierungsfunktion für einen „grünen“ Umbau des Kapitalismus diskutieren. Aus antikapitalistischer Perspektive heraus werden wir die Besonderheiten des „Grünen Kapitalismus“ beleuchten und dessen neuen/alten Ausbeutungsverhältnisse benennen.
Daran anschließend stellt sich die Frage wie mögliche Interventionsformen aussehen könnten. Dazu werden lokale Praxen und Ansätze vorgestellt und diskutiert, ob sich Kopenhagen als Ort für eine globale Vernetzung eignet. Dabei stellt sich die Frage, wie eine Intervention in Kopenhagen aussehen kann, welche nicht bloß unkritisch das Klima retten will und damit ungewollt Teil einer marktorientierten Klimapolitik wird, die dabei unter anderem neo-koloniale Strukturen innerhalb der UN Klimavereinbarungen vorantreibt.
Diese und weitere Fragen wollen wir an dem Abend mit euch und einigen Gästen, darunter auch internationale Gäste, diskutieren.
Anschließend wird die Möglichkeit geben das ein oder andere Bier zu trinken – musikalische Untermalung inklusive.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Treffens des Arbeitsschwerpunktes Soziale Ökologie der BUKO (Bundeskoordination Internationalismus) statt und wird organisiert von atmospheric_disorder.
Diesen Sommer wird es eine Reihe von Aktivitäten geben mehrere Klimacamps werden in verschiedenen Ländern stattfinden. Darunter sind Dänemark, Belgien/Holland, Schweiz, Frankreich, Großbritannien und Finnland um nur die Camps in Europa aufzuzählen. Eine Liste der Camps und ihre Termine findet ihr auf der Seite von RisingTide Deutschland das sich gerade in Gründung befindet.
Ein Aufruf zu Aktionen in Kopenhagen vom 12. bis 19. Dezember 2009
Im Dezember 2009 findet in Kopenhagen der UN-Weltklimagipfel „COP15“ statt. In Rahmen dieser Konferenz wollen sich die mächtigen Regierungen und Lobbyisten der Welt treffen, um den Kapitalismus in eine neue, grüne Ära zu führen.
Wir glauben nicht, dass sich der „Klimawandel“ mit Hilfe von marktförmigen oder technischen Strategien aufhalten lässt. Der „Klimawandel“ ist kein rein ökologisches Problem, sondern besitzt ökonomische, soziale, rassistische und ausbeuterische Dimensionen. Deswegen ist eine grundlegende soziale und wirtschaftliche Wende notwendig um den „Klimawandel“ an der Wurzel zu bekämpfen.
Wir rufen dazu auf, den UN-Gipfel massiv zu stören!
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