Im November 2010 ins Wendland: Den Castor stoppen!

Auf einmal macht es Klick und es geht los. Der Widerstand gegen Atommülltransporte ins Wendland ist so ein Kristallisationspunkt: hier wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Hier seid Ihr alle gefragt. (…)

Mit Hunderten, Tausenden von Menschen, die aus unterschiedlichstem politischem und sozialem Alltag kommen, werden wir am Transporttag auf die Schienenstrecke gehen. Wir sind entschlossen, massenhaft den Schotter aus dem Gleisbett zu entfernen, also die Gleise zu unterhöhlen und sie damit für den Atommüllzug unbefahrbar zu machen. Wir wählen für die Aktion einen Schienenabschnitt, an dem an diesem Tag kein Zugverkehr außer dem Castortransport stattfindet. (…)
Während der Aktion wollen wir eine Situation schaffen, die für alle daran Beteiligten transparent ist und in der die AktionsteilnehmerInnen solidarisch aufeinander achten und sich unterstützen. Um auf die Strecke zu kommen, werden wir gemeinsam Polizeiabsperrungen überwinden, umgehen oder durch sie hindurchfließen. Wir lassen uns nicht stoppen.
Ziel unserer Aktion ist es, die Schiene unbrauchbar zu machen, und nicht, die Polizei anzugreifen. Unser wichtigster Schutz ist die massenhafte Beteiligung, unsere Vielfalt und Entschlossenheit: Während Hunderte oder Tausende die Schottersteine entfernen, werden andere durch den Einsatz körperschützender Materialien die Schotternden schützen. Wir bleiben so lange auf der Schiene, bis diese unbefahrbar ist.

atmospheric Disorder unterstützt die Absichtserklärung.

Einladung * Treffen * Klima!BewegungsNetzwerk
19. – 21. März 2010 * Hamburg

Nachdem auf dem letzten Treffen in Lüneburg der Rückblick auf den Klimagipfel in Kopenhagen und die zugehörige Auswertung im Mittelpunkt stand, soll diesmal der Blick nach vorne gerichtet werden. Es geht um die zukünftigen Aktivitäten des Netzwerkes und dabei insbesondere um die Frage, ob und wie wir mit einer gemeinsamen inhaltlichen Klammer in die politische Offensive kommen können.
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Das Scheitern als Chance begreifen:
Wie weiter nach Jokenhagen?

Gemeinsamer Auswerungstext des KlimaBewegungsnetzwerk

Hoffnung war das große Thema der zweiten Jahreshälfte 2009. Nicht nur Umweltbewegte, sondern fast alle warteten gespannt – vermittelt durch einen selten da gewesenen Medienhype – auf den Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen, dessen Ergebnisse die Welt vor der Katastrophe retten sollten. Doch letztlich haben die Leader, die unsere Welt angeblich so dringend brauchte, lediglich ein paar dürre Sätze zur Kenntnis genommen – und damit den Gipfel selbst entzaubert. Wir haben im Vorfeld zum Stören des Gipfels aufgerufen. Es ging uns darum, deutlich zu machen, dass die Gipfel Lösungen vortäuschen, obwohl sie ein „Weiter so“ vereinbaren und ihre Lösungen wie Emissionshandel und CDM die negativen Auswirkungen der Klimakrise für die Armen noch verschärfen. Können wir uns deshalb über das Scheitern freuen?
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Das Lømmelpak wertet den Klimagipfel aus

Gedankenaustausch zum Klimagipfel in Kopenhagen
Freitag 22. Januar 2010 19.00 Druckerei Gängeviertel

Der Kopenhagener Gipfel hat das angestrebte Klimaabkommen nicht produziert. Wie ist dieses Ergebnis politisch zu bewerten und können wir uns darüber freuen, dass zumindest die „falschen Lösungen“, die vorher von linker Seite kritisiert wurden, sich nicht weiter manifestieren können?

Und was war eigentlich mit den Protesten? Von einer einschüchternden Polizeitaktik haben alle gehört, aber viel zu wenig von den systemkritischen Inhalten, die die Proteste in die Öffentlichkeit tragen wollten. Auch stellt sich die Frage, ob es zu der erhofften Debatte und Vernetzung zwischen Aktivist_innen aus dem globalen Süden und Norden gekommen ist.

Wir wollen mit euch über emanzipative Inhalte und Perspektiven von Klimakämpfen und Klimagerechtigkeit diskutieren.
* 22.Januar 2010 – 19:00 Uhr
* Druckerei im Gängeviertel – Valentinskamp 32
Flyer zur Veranstaltung

Veranstaltung : Handel Macht Klima Karawane

Die Karawane Handel-Macht-Klima auf dem Weg nach Kopenhagen
* Veranstaltung mit internationalen Aktivist_innen aus sozialen Bewegungen *
19 Uhr * Gymnasium Allee * Max-Brauer-Allee 83-85

Zwei wichtige Gipfeltreffen finden Ende 2009 in Europa statt: die 7. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf und der UN-Klimagipfel in Kopenhagen. Dazwischen liegt eine Woche, in der 50 Aktivist_innen durch Europa reisen, durch die Schweiz, durch Deutschland, Frankreich und Dänemark.

Die „Handel Macht Klima Karawane“ will die Verbindung zwischen globalen Handel und den Klimaveränderungen sichtbar machen. Wie hängt Handel konkret mit Klimaveränderungen zusammen? Und welche Folgen haben die neoliberale Globalisierung und der Klimawandel auf das Leben der Menschen weltweit?

In der Veranstaltung diskutieren mehrere Karawaneteilnehmer_innen über den Begriff „Klimagerechtigkeit“ und dessen Relevanz für lokale und globale Kämpfe. Welche Erwartungen haben die Aktivist_innen an die Proteste in Kopenhagen? Wie könnte eine internationale Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen den Gruppen der Karawane und denen aus dem globalen Norden aussehen?

Hier kann der Flyer für die Aktivitäten der Karawane in Hamburg heruntergeladen werden:
Handel Macht Klima Karawane