Diskussionsveranstaltung: Alle reden über’s Klima, wir nicht!

Die hegemoniale Klimadebatte und mögliche Positionierungen und Interventionen aus herrschaftskritischer Perspektive

Freitag – 25. September 2009 – 19:00 Uhr
Centro Sociale – Sternstrasse 2 – 20357 Hamburg

Im Winter findet in Kopenhagen der UN Klimagipfel über das Kyoto-Nachfolgeprotokoll statt. Bevor die Mobilisierung nach Kopenhagen in die heiße Phase eintritt, wollen wir grundsätzlich hinterfragen ob und warum dies ein Thema für eine (radikale) Linke sein könnte.
Unabhängig von der Mobilisierung nach Kopenhagen wollen wir die Formierung des hegemonialen Klimadiskurs thematisieren und seine Legitimierungsfunktion für einen „grünen“ Umbau des Kapitalismus diskutieren. Aus antikapitalistischer Perspektive heraus werden wir die Besonderheiten des „Grünen Kapitalismus“ beleuchten und dessen neuen/alten Ausbeutungsverhältnisse benennen.

Daran anschließend stellt sich die Frage wie mögliche Interventionsformen aussehen könnten. Dazu werden lokale Praxen und Ansätze vorgestellt und diskutiert, ob sich Kopenhagen als Ort für eine globale Vernetzung eignet. Dabei stellt sich die Frage, wie eine Intervention in Kopenhagen aussehen kann, welche nicht bloß unkritisch das Klima retten will und damit ungewollt Teil einer marktorientierten Klimapolitik wird, die dabei unter anderem neo-koloniale Strukturen innerhalb der UN Klimavereinbarungen vorantreibt.

Diese und weitere Fragen wollen wir an dem Abend mit euch und einigen Gästen, darunter auch internationale Gäste, diskutieren.
Anschließend wird die Möglichkeit geben das ein oder andere Bier zu trinken – musikalische Untermalung inklusive.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Treffens des Arbeitsschwerpunktes Soziale Ökologie der BUKO (Bundeskoordination Internationalismus) statt und wird organisiert von atmospheric_disorder.